Dr. C.F.S. Hahnemann Rose
Dr. C.F.S. Hahnemann Rose

Liebe vergeht nicht, sie ist das Lebenselixier der gesamten Schöpfung.

 

Dr. Mohinder Singh Jus

Liebevoller Umgang mit der Angst

Wir werden von unzähligen Ängsten durchs Leben begleitet. Bereits ungeborene Kinder können durch extreme Ängste oder ein Schockerlebnis der Mutter geprägt werden. Manche Kinder reagieren nicht darauf. Einige reagieren aber z.B. mit Schlafproblemen, schreien viel und können nicht beruhigt werden. Auch das Gegenteil kann der Fall sein: Das Kind lebt in seiner eigenen Welt und wird zum Träumer.

 

Auch im Kleinkindalter werden viele Ängste von den Eltern übernommen, da für das Kind die Sichtweise der Eltern als richtig empfunden wird. Ebenfalls können Ängste durch alltägliche äussere Umstände entstehen, sei dies ein Streit der Eltern, eine neue Situation, wie z.B. der erste Kita-Besuch, oder der Tod eines Haustieres. Später geht es um Prüfungsängste, Zukunftsängste, Angst nicht akzeptiert zu werden, Angst vor Krankheiten, Angst vor Terror, etc. Die Liste könnte unendlich fortgesetzt werden.

 

Jede Angst oder Sorge ist eine Energie, welche uns beeinflusst. In der Homöopathie fragen wir immer nach dem Beginn und dem Auslöser der Krankheit. Sehr oft kann beobachtet werden, dass die Angst die eigentliche Ursache der Krankheit war.

 

Das Gegenteil von Angst ist Vertrauen. Wer dem Leben vertraut, ist viel glücklicher und gesünder. Wer das Talent hat, im Moment leben zu können, wer nach einem Schicksalsschlag abschliessen und weiterleben kann, wer neue Situationen so annimmt, wie sie sind, der lebt in einer positiven Energie. Dieser Mensch wird nicht so schnell krank werden. Seine Lebenskraft bleibt stark.

 

Einige Menschen müssen erst lernen, in dieser positiven Energie zu leben. Der erste Schritt dazu ist, dass die Ängste nicht mehr verdrängt werden. Ängste wollen zugelassen und betrachtet werden. Werden sie erfühlt, so können sie allmählich losgelassen werden. (Um dieses Thema zu vertiefen, empfehlen wir Bücher von Robert Betz und Safi Nidiaye zu lesen).

 

Durch das Erkennen und Akzeptieren unserer Ängste lernen wir uns selbst kennen. Alte Muster und Vorstellungen können losgelassen werden. Wir wachsen innerlich und kommen in ein besseres Gleichgewicht. Unsere Lebenskraft wird so gestärkt und wir leben gesünder.

 

Das Leben ist wie ein Fluss. Manchmal ist es ruhig und alles läuft so wie wir es wünschen. In diesen Gewässern ist es einfach zu schwimmen. Doch plötzlich können Wirbel und Stromschnellen auftauchen. Sie bringen uns aus dem Gleichgewicht. Wir brauchen unsere ganze Kraft, um nicht unterzugehen und zu ertrinken.

 

Können wir die Hindernisse überwinden, so sollten wir dadurch stärker werden. Wenn wir immer nur an die nächsten Wirbel denken, so können wir das ruhige Gewässer auch nicht geniessen. Doch wer es schafft, mit dem Leben im Fluss zu sein, der wird auch die Herausforderungen des wilden Gewässers lieben lernen und erkennen, dass er viel stärker ist, als er je dachte.

 

Maria Breitenmoser, Dipl. Homöopathin hfnh