Dr. C.F.S. Hahnemann Rose
Dr. C.F.S. Hahnemann Rose

Liebe vergeht nicht, sie ist das Lebenselixier der gesamten Schöpfung.

 

Dr. Mohinder Singh Jus

Kaffee

Einführung - Persönliche Meinung

Persönlich bin ich der Meinung, dass Sie Ihren Kaffeekonsum möglichst auf ein Minimum beschränken sollten. Der regelmässige Konsum von Kaffee kann die Wirkung der homöopathischen Mittel abschwächen. Bei gewissen Mitteln kann schon eine einzige Tasse Kaffee die Wirkung ganz aufheben. Als Ersatz empfehle ich Ihnen Getreidekaffee. 

 

Leider ist Kaffee immer mehr zum Suchtmittel geworden. So, dass manch eine/r ohne seine gewohnte Tasse Kaffee nicht "in Schuss" kommt. Der Kaffee ist nicht nur ein segensreicher Muntermacher, der die Stimmung hebt, die Leistung steigert und gesellschaftlich verbindet. Er hat auch Nebenwirkungen, wie Unruhe, Anspannung, Nervosität, Reizbarkeit, Aggressivität, Angstzustände, depressive Verstimmungen, Händezittern, Muskelzuckungen, Herzrasen, Herzklopfen, Magen-Darm-Beschwerden, Schwindel und vor allem Schlafstörungen. 

 

Im Kaffee hat es über 1000 unterschiedliche Inhaltsstoffe. Coffein ist nur eine Substanz davon. Reizstoffe, die während des Röstvorgangs entstehen, haben zusammen mit dem Coffein eine magenreizende Wirkung. Haben Sie gewusst, dass coffeinfreier Kaffee diesbezüglich noch stärker belastet wie der coffeinhaltige Kaffee?

 

Schnell kommt es zu einer Abhängigkeit. Das uns so harmlos erscheinende Genussmittel wird zum Genussgift. Dies kann ich in meiner Praxis oft beobachten: Ich versuche den Patienten klar zu machen, dass es für ihre Nerven empfehlenswert wäre, ihren Kaffeekonsum einzuschränken. Doch sie wehren sich mit "Händen und Füssen" und beschwichtigen, dass sie z.B. "nur" fünf Tassen trinken. Gleichzeitig berichten sie mir aber über Einschlaf- oder Durchschlafprobleme, Magenbrennen oder schlechte Nerven mit den Kindern.

 

Ich bitte Sie zu prüfen, wie Ihr Körper und Ihre Psyche darauf reagieren, wenn Sie mal bewusst ihren gewohnten Kaffee weglassen. Sind Sie müde, niedergeschlagen, schwunglos, oder haben Kopfschmerzen? Dies sind Zeichen von Entzugserscheinungen. Ob Sie nun Ihren täglichen Kaffeekonsum einschränken oder gar ganz darauf verzichten können, überlasse ich Ihrem gesunden Menschenverstand.

 

 

Kaffee-Effekte oder Spinnen unter Drogen

Wer kennt sie nicht, die südamerikanischen Rhythmen, die stimmungsvollen Landschaften durch die ein mit Dampf betriebener Zug dem Sonnenuntergang entgegen fährt; Hände die in frisch geröstetem Kaffee wühlen und Schönheiten die einem, ein im Sonnenlicht blitzendes Lächeln schenken, während sie genussvoll heissen, zu ihrer Hautfarbe passenden Kaffee schlürfen. Oh ja, dieses Gefühl von Freiheit und Abenteuer, von fremdländischer Lebenslust, dieses Gefühl des ursprünglichen, noch erhaltenen, wenn auch etwas zurückgebliebenen, dafür aber weniger gestressten Lebens, ... ja dieses Gefühl ist es, das uns die Werbung verspricht, wenn wir Kaffee trinken.

 

Jeden Morgen sehnen wir es herbei, wenn wir die erste Tasse trinken, doch weder hübsche Gesichter noch die entspannte Atmosphäre oder beglückende Klänge machen sich bemerkbar, sondern vielmehr der Rhythmus des immer schneller pochenden Herzens, die stetig steigende Nervosität und der übersäuerte Magen lassen uns die Wirkung spüren.

 

In der homöopathischen Praxis oder an Vorträgen hören wir dann: «Lassen Sie das Kaffee trinken! - Kaffee ist eine schlimme Droge! »

 

Auch wenn mir die Wirkung bestens bekannt ist, hielt ich diese Warnung eher für übertrieben, denn ich hatte den Kaffeekonsum schon für Monate eingestellt und nie Probleme damit gehabt. So genehmigte ich mir weiterhin Kaffee und fragte mich was denn daran so schlimm sein soll. Doch heute schien der Tag der Wahrheit gekommen zu sein, ich erhielt eine E-Mail, die mich alles in einem anderen Licht betrachten liess. - Das Netz einer Spinne erkennt man nur beim richtigen Lichteinfall! - «Spinnen unter Drogen!» stand da in grossen Lettern. Darunter war zu lesen: «Wer Ecstasy oder Cannabis nimmt, muss langfristig mit Gedächtnisproblemen rechnen, heisst es in einer neuen britischen Studie. Das gilt offenbar nicht nur für Menschen, sondern auch für Spinnen, wie Forscher der NASA schon früher herausgefunden haben. Sie setzten die Tiere unter verschiedene Drogen, um zu sehen, wie diese die Fähigkeit beeinflussen, Spinnennetze zu weben. Heraus kamen Kreationen, die mit ordnungsgemässen Fliegenfanganlagen nicht mehr viel gemein haben. Aufgeputscht mit Ecstasy oder Speed, webten die Spinnen wild drauf los, liessen im Übereifer jedoch klaffende Löcher im Geflecht. Auf einem LSD-Trip spannen sie zwar gleichmässig, aber unvollständig. Benebelt von Marihuana, schienen sie nach einer Weile einfach die Lust zu verlieren. Unter Chloralhydrat, enthalten in Schlaftabletten, fingen sie gar nicht erst richtig an. Koffein jedoch, die wohl üblichste Droge von allen, hatte die bizarrste Wirkung: Die Spinnen knüpften die Fäden völlig planlos aneinander.»

 

Selbst wenn wir nicht viel mit Spinnen gemeinsam haben, ausser vielleicht das Netze bauen (Mobilnetz, Internet) und das damit verbundene Kunden fangen, kann man doch die Wirkung auf das Nervensystem (im speziellen von Koffein, da wir mit der Substanz vertraut sind) sehr gut nachvollziehen. Denn jeder, der schon einmal eine Tasse Kaffee zu viel getrunken hat, kennt dieses unangenehme Flattern, das uns wegen Kleinigkeiten aufbrausen und unkoordiniert umherirren lässt. Jedenfalls scheint klar zu sein, dass es nicht gerade die innere Ruhe und Harmonie fördert. Ich für meinen Fall werde jedenfalls den Kaffee Konsum einstellen, oder zumindest massiv einschränken, um meine manchmal doch etwas verworrenen Nerven zu beruhigen, bevor ich noch zu spinnen beginne.

 

 

Quelle: Peter Oswald in "Similia", Zeitschrift für klassische Homöopathie, Nr. 55, 3/2005, S.54-55

 

 

 

Der Kaffee in seinen Wirkungen von Dr. Samuel Hahnemann

Nach eigenen Beobachtungen. Leipzig 1803. [in modernisierter Schreibweise] Quelle: Beat Hanselmann

 

Um gesund und lange zu leben, bedarf der Mensch Speisen, welche bloß nahrhafte, aber keine reizenden, arzneilichen Teile enthalten, und Getränke, welche entweder bloß anfeuchtend oder anfeuchtend und nahrhaft zugleich sind, aber keine arzneilichen und reizenden Bestandteile enthalten, wie das reine Quellwasser und die Milch. Von Zusätzen, die den Geschmack reizen, hat man bloß das Kochsalz, den Zucker und den Essig, alle drei in kleinen oder doch mäßigen Portionen, für den menschlichen Körper unschädlich und zuträglich befunden. Alle übrigen Zusätze, die wir Gewürze nennen und alle Veränderungen der Getränke zum Geistigen und Weingeistartigen, nähern sich mehr oder weniger der Natur der Arzneien. Je mehr sie sich den Arzneien nähern, je häufiger und in je größeren Portionen sie in unsern Körper kommen, desto zweideutiger, desto schädlicher sind sie für Gesundheit und langes Leben. Am bedenklichsten ist der diätetische, häufige Genuss rein arzneilicher Substanzen von großer Kraft. Der Wein war bei den Alten der einzige rein arzneiliche Trank, den aber wenigstens die weisen Griechen und Römer nie tranken, ohne ihn reichlich mit Wasser zu mischen. Die neueren Zeiten haben weit mehr als bloß arzneiliche Getränke und Genüsse zur Diät hinzugefügt: das Schnupfen und den Rauch des Tabaks, das Kauen des Tabaks und der Hanfblätter, die Opiumschluckerei, das Essen des Fliegenschwamms, den Branntwein, einige Arten reizender und arzneilicher Biere, den Tee(1) und den Kaffeetrank. Arzneiliche Dinge sind Substanzen, die nicht nähren, sondern den gesunden Zustand des Körpers verändern; alle Veränderungen des gesunden Zustandes des Körpers aber ist eine Art unnatürlicher, krankhafter Verfassung(2). Bitte kontaktieren Sie uns, wenn Sie den vollständigen Text nachlesen wollen.